Geflügel in Österreich: viel Platz und garantiert gentechnikfrei

18.03.2025

In kaum einem anderen Land wird Geflügelfleisch auf einem derart hohen Qualitätsniveau produziert wie in Österreich. Das ist besonders erfreulich, weil der Konsum von Geflügelfleisch hierzulande kontinuierlich wächst. Die Standards unserer Geflügelmastbetriebe sind hoch: viel Platz im Stall und ein kompletter Verzicht auf klassische Gentechnik in der Produktion. Land schafft Leben erklärt zum Tag des Geflügels, warum der Griff zu österreichischem Geflügelfleisch in mehrerlei Hinsicht Sinn macht.

„Im Handel wird die Herkunft von frischem Geflügelfleisch zwar gekennzeichnet, es liegt aber an uns, zu welchem wir letztlich greifen. In der Gastronomie ist die Herkunft oft gänzlich unklar, denn dort ist eine Kennzeichnung immer noch nicht verpflichtend. Unsere hohen österreichischen Standards gibt es aber eben nur bei heimischem Geflügelfleisch.“, so Hannes Royer, Gründer des Vereins Land schafft Leben, über die Unterschiede im internationalen Vergleich.

Stall mit viel Platzangebot

In der Geflügelmast wird der erforderliche Mindestplatz im Stall mit der Besatzdichte in Gewicht pro Quadratmeter angegeben. Konventionelle österreichische Hühnerställe etwa sind auf 30 Kilogramm Huhn pro Quadratmeter beschränkt. EU-weit sind bis zu 33 Kilogramm pro Quadratmeter zulässig – in Ausnahmefällen sogar 42 Kilogramm. Mit dem durchschnittlichen Lebendgewicht eines Masthuhns zum Schlachtzeitpunkt berechnet, bedeutet dies 14 Hühner pro Quadratmeter in Österreichs Ställen, EU-weit 15 bis 20.

Österreich hat eine Vorreiter-Stellung bei der Haltung von Puten: Die Besatzdichte ist im konventionellen Bereich mit 40 Kilo pro Quadratmeter geregelt. Bis auf die Schweiz und Schweden hat sonst kein Land in Europa eine ähnlich strenge Putenmast-Regelung. In Deutschland etwa gibt es zum Beispiel eine freiwillige Beschränkung von rund 55 Kilogramm pro Quadratmeter, im restlichen Europa sind es bis zu 70 Kilogramm.

Bei der biologischen Haltung von Geflügel gibt es zwischen Österreich und dem Rest der EU keine Unterschiede. Hier wie dort sind 21 Kilogramm pro Quadratmeter zugelassen – das entspricht beispielsweise zehn Hühnern.

Gentechnikverzicht: höherer Preis mit ökologischen Vorteilen

Bei österreichischem Geflügelfleisch gibt es auch in Sachen Gentechnik Besonderheiten: Vor mehr als zehn Jahren haben sich österreichische Geflügelbetriebe dazu entschieden, gentechnikfrei zu produzieren. Eine internationale Besonderheit, die zwar zu höheren Preisen führt, aber ökologische Vorteile bringen kann. Denn der Anbau von Gentechnik-Soja in Südamerika steht mit der Umwandlung artenreicher Savannen und Regenwälder in Verbindung. Das in Österreich verfütterte Soja hingegen ist gänzlich frei von klassischer Gentechnik und stammt größtenteils aus Europa – was nebenbei auch für kürzere Transportwege sorgt.

 

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