Milchprodukte: zweimal Weiß, einmal Gelb

31.05.2024

Am 1. Juni ist Tag der Milch. Sie ist unser Kalzium-Hauptlieferant, doch essen wir im Durchschnitt nur etwas mehr als die Hälfte der empfohlenen Menge an Milch- und Milchprodukten, zeigt der Verein Land schafft Leben auf.  

Milch ist kein Durstlöscher, sondern per Definition ein Lebensmittel – und zwar eines mit einem hohem Nähstoffgehalt. Hochwertiges Eiweiß und verschiedene Vitamine machen Milch und Milchprodukte zu wertvollen Nährstoffquellen. Vor allem aber sind sie unser Kalziumlieferant Nummer eins. Deshalb haben Milch und Milchprodukte auch einen fixen Platz in den allgemeinen Ernährungsempfehlungen. 

Laut Österreichischer Ernährungspyramide sollte unser Speiseplan täglich drei Portionen Milchprodukte enthalten. Idealerweise handelt es sich dabei um zwei Portionen sogenannter „weißer“ Milchprodukte – also Milch, Joghurt, Topfen, Hüttenkäse und ähnliches – und eine Portion „gelber“ Milchprodukte, also Käse. Die Produkte sollten fettarm und ungesüßt sein. Maria Fanninger, Gründerin des Vereins Land schafft Leben, sagt dazu:

„Wir können unseren Kalziumbedarf über unterschiedliche Lebensmittel decken. In vielen asiatischen Ländern etwa isst man mehrmals täglich kalziumhaltiges Blattgemüse wie Kohl. In Österreich übernehmen Milchprodukte die Rolle des Kalzium-Hauptlieferanten. Das macht auch Sinn: Die Hälfte unserer landwirtschaftlichen Fläche in Österreich ist Grünland, also Wiesen und Weiden.  Und dieses Grünland können wir am besten für unsere Ernährung nutzen, wenn Kühe, Ziegen und Schafe es für uns in Milch umwandeln.“ 

Empfohlene Kalzium-Zufuhr wird nicht erreicht 

Frauen konsumieren im Durchschnitt nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge an Milchprodukten. Bei Männern ist es etwas mehr, doch auch sie liegen weit unter der Empfehlung. Das spiegelt sich auch in unserer Kalziumzufuhr wider: Laut dem Österreichischen Ernährungsbericht von 2017 erreichen etwa 75 Prozent der Frauen und 58 Prozent der Männer die empfohlene Zufuhr an Kalzium (1000 mg) nicht.

Nur Sojadrink mit vergleichbarem Eiweißgehalt

Milch enthält hochwertiges Eiweiß und leicht verdauliches Fett. Außerdem finden sich in Milch die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor sowie B-Vitamine und die Vitamine A und D. Die meisten Pflanzendrinks haben natürlicherweise einen geringeren Nährstoffgehalt. Sojadrink, der den gleichen Eiweißgehalt wie Milch aufweist, stellt eine Ausnahme dar. Dieser beträgt bei beiden Lebensmitteln rund drei Gramm pro 100 Gramm Flüssigkeit. 

Um einen vergleichbaren Kalziumgehalt wie Milch zu erreichen, wird Pflanzendrinks Kalzium in der Regel zugefügt. Darüber hinaus können sich in ihnen Zusätze wie Emulgatoren, Stabilisatoren und Aromen finden. In Milch sind Letztere in der Regel nicht enthalten. 

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